Sicherheit in Kinderzimmern: Kabel, Steckdosen und Leuchten absichern
Kinderzimmer sind Orte zum Spielen, Toben und Entspannen. Genau deshalb sollten elektrische Installationen dort strenger geprüft werden als in jedem anderen Raum der Wohnung. Schon kleine Nachlässigkeiten können gefährlich werden, wenn neugierige Hände unterwegs sind. Wer sein Kinderzimmer sicher einrichtet, geht am besten systematisch vor: erst Kabelwege, dann Steckdosen, zuletzt die Beleuchtung.
Frei liegende Kabel sind im Kinderzimmer ein doppeltes Risiko. Zum einen können Kinder daran ziehen und schwere Gegenstände wie Lampen oder Regale umstürzen. Zum anderen entstehen schnell Stolperfallen. Kabel sollten daher in Kabelkanälen verlegt oder hinter Möbeln geführt werden. Besonders gefährlich sind Verlängerungskabel mit offenen Mehrfachsteckdosen. Diese haben im Kinderzimmer nichts zu suchen. Alternativ lassen sich Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz nachrüsten, die den Zugang zu spannungsführenden Teilen wirksam verhindern. Wer den Austausch selbst vornimmt, sollte die Sicherungen vorher abschalten und die Arbeiten im Zweifel einer Elektrofachkraft überlassen.
Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die Beleuchtung. Eine instabil montierte Deckenleuchte kann bei einem Ruck herunterfallen. Deshalb sollte die Deckenleuchte im Kinderzimmer nicht nur optisch passen, sondern auch fachgerecht an einer tragfähigen Decke befestigt sein. Bei leichten Gipskartondecken sind spezielle Dübel und möglichst eine Montage an der Unterkonstruktion nötig. Zusätzlich schützt ein blendfreier und dimmbarer Lichtkegel die Augen, wenn Kinder abends noch lesen oder spielen.
Steckdosen in Kinderzimmern sollten entweder mit integriertem Kinderschutz oder mit separaten Steckdosensicherungen ausgestattet sein. Diese kleinen Kunststoffplättchen verhindern das Einführen von Gegenständen und sind für wenige Euro erhältlich. Wichtig ist, dass sie fest sitzen und nicht herausgezogen werden können. Wer all diese Punkte beachtet, schafft ein Kinderzimmer, das Sicherheit und Geborgenheit miteinander verbindet – ohne dass der Raum an Wohnlichkeit verliert.