Sommerschnitt bei Ziersträuchern: Blütezeit richtig planen
Der Sommerschnitt bei Ziersträuchern ist eine der Maßnahmen, bei denen der Zeitpunkt über den Erfolg entscheidet. Wer im Juli oder August zur Schere greift, ohne die Blühbiologie der Pflanze zu kennen, kann die Knospenanlage für das kommende Frühjahr zerstören. Der Grund liegt in der Entwicklungsphysiologie: Viele Sträucher legen ihre Blütenknospen bereits im Vorjahr an den einjährigen Trieben an. Ein Rückschnitt in der Vegetationsphase entfernt genau jene Triebe, die im nächsten Frühling Farbe tragen sollen.
Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen sommer- und frühjahrsblühenden Gehölzen. Forsythien, Deutzien oder Weigelien blühen am mehrjährigen Holz und sollten direkt nach der Blüte geschnitten werden, damit die neuen Triebe bis zum Herbst ausreifen und Knospen bilden können. Wer den Schnitt auf den Sommer verschiebt, schneidet die Anlagen ab. Für den richtigen Zeitpunkt lohnt sich ein Blick auf die Anleitung von kaiserschnitt-goettingen.de, die den Zusammenhang zwischen Schnitttermin und Blütenansatz am Beispiel der Forsythie erklärt. Hydrangea oder Sommerflieder dagegen blühen am diesjährigen Holz und vertragen einen Rückschnitt im Frühjahr deutlich besser.
Ein zweiter Faktor ist die Wuchsform. Stark wachsende Sträucher wie der Sommerflieder oder der Perlmuttstrauch können im Sommer eingekürzt werden, um die Krone kompakt zu halten. Dabei entfernt man vor allem die verblühten Triebe und dünnt das Innere aus, damit Licht und Luft an die jungen Knospen gelangen. Ein zu später Schnitt im September ist problematisch, weil die Pflanze dann noch einmal austreibt und die neuen Triebe vor dem Frost nicht mehr ausreifen. Die Folge sind Frostschäden und ein kümmerlicher Austrieb im nächsten Jahr.
Für den Hobbygärtner bedeutet das: Vor dem Schnitt immer prüfen, ob der Strauch am alten oder am neuen Holz blüht. Ein kurzer Blick auf die Knospen im Herbst zeigt, ob die Anlagen bereits sichtbar sind. Wer diese Regel beherzigt, erhält den Blütenflor über Jahre hinweg und vermeidet den häufigsten Fehler im Zierstrauchschnitt.